Es ist nicht mehr zu übersehen, dass Unterrichtsstörungen zu einem Hauptproblem im Schulalltag geworden sind.
Die Tendenz, Verletzungen der sozialen Umgangsformen zu übersehen oder zu tolerieren, nimmt schon über Generationen hinweg zu. Von Lehrern wird oft erwartet, sie sollen dem entgegen steuern. Es ist aber nicht möglich gleichzeitig lernbereite Schüler zu unterrichten und sich adäquat um die Verhaltensprobleme der störenden Schüler zu kümmern.
 
Letzteres kann aber die Person im Auszeitraum sowohl von der Kompetenz als auch von der Zeit und der Aufgabenstellung her. Im Gegensatz zur Aufgabenstellung des Lehrers, der die ganze Gruppe im Blick haben muss, kann sich die Person im Auszeitraum intensiv dem einzenen Schüler widmen. Logo Auszeitraum
Um für Lehrkräfte und Schüler verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen, ist die kontinuierliche Öffnung des Auszeitraums an den Vormittagen aller Schultage unerlässlich.
Auszeitraum Reflexionsbogen

Das Auszeitraumprogramm schärft bei den Schülern die Fähigkeit zur Wahrnehmung ihrer sozialen Umgebung und hilft ihnen aus der selbst empfundenen Opferrolle in ein selbstverantwortliches Handeln zu kommen. Alles was im Auszeitraum geschieht zielt auf eine Veränderung des sozialen Verhaltens der Schüler ab bzw der Ermöglichung einer Veränderung.
Der Schüler wird durch den Besuch im Auszeitraum geschult. Gleichzeitig schützt der Auszeitraum auch das Recht auf Unterricht der nicht störenden Schüler, indem das Klassensystem durch die Auszeit des störenden Schülers zur Ruhe kommen kann und der Lehrer sich wieder auf seine Kernaufgabe konzentrieren kann.
Neben dem Aspekt der Unterrichtsoptimierung und der Schülerdisziplinierung entsteht durch den Auszeitraum die Chance, frühzeitig auf Kinder und Jugendliche mit Problemen aufmerksam zu werden.

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